Massive Erhöhung der KfW Zuschüsse für Sanieren, Bauen und Einzelmaßnahmen

von Thomas Röger

KfW erhöht Zuschüsse & Kreditbeträge für Neubau, Sanierung und Einzelmaßnahmen massiv!

In den KfW-Förderprodukten für Effizienzhäuser und Einzelmaßnahmen von Wohn- und Nichtwohngebäuden werden mehr als doppelt so hohe Zuschüsse sowie 20 % höhere Kreditbeträge gewährt. Die Änderungen gelten ab 24. Januar 2020.

Achtung: Einbau oder Erneuerung von Heizungsanlagen fallen als Einzelmaßnahme zukünftig komplett raus.

Hierfür gibt es das neue BAFA-Förderprogramm mit sehr attraktiven Zuschüssen bis max. 45 %. Die Details dazu finden Sie hier ...

Energieeffizient Sanieren - Wohngebäude

Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder den Kauf von saniertem Wohnraum erhöht sich der Tilgungszuschuss um 10 % bis 12,5 %. Da der maximale Kreditbetrag ebenfalls um 20 % auf 120.000 Euro je Wohneinheit erhöht wird, steigt der Zuschuss sogar mehr an.

Bei energetischen Einzelmaßnahmen, die keinen KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben, erhöht sich der Tilgungszuschuss auf 20%.

Der maximale Kreditbetrag bleibt bei 50.000 Euro je Wohneinheit.

 

Ab dem 01.01.2020 wandert die Heizungsförderung zum BAFA - die wichtigsten Infos finden Sie hier...

Folgende Einzelmaßnahmen werden weiterhin von der KfW gefördert:

  • Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster und Außentüren
  • Erstanschluss an Nah- oder Fernwärmenetze
  • Optimierung der bestehenden Heizungsanlage
  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage

 

Energieeffizient Bauen - Wohngebäude

Für den Neubau eines KfW-Effizienzhauses verdoppeln sich zukünftig die Tilgungszuschüsse.

Die Kreditsumme erhöht sich um 20 % auf 120.000 € pro Wohneinheit.

Der Tilgungszuschuss erhöht sich jeweils 10 %, bei einem

  • KfW Effizienzhaus 55 auf 15 %, d. h. 18.000 Euro pro Wohneinheit
  • KfW Effizienzhaus 40 auf 20 %, d.h. 24.000 Euro pro Wohneinheit
  • KfW Effizienzhaus 40 plus auf 25 %, d.h. 30.000 Euro pro Wohneinheit

Energieeffizient Sanieren - Nichtwohngebäude

Auch für Nichtwohngebäude verbessern sich die Förderbedingungen deutlich. Allerdings nur für Sanierungsvorhaben, für Neubauten sind die bestehenden Förderkonditionen nicht verändert worden.

Die Tilgungszuschüsse erhöhen sich um 10 %, je nachdem welcher Effizienzhaus-Standard erreicht wird gibt es bis bis max. 27,5 % als Tilgungszuschuss dazu.

Und auch energetische Einzelmaßnahmen sind nicht außer Acht zu lassen. Hier vervierfacht sich der Tilgungszuschuss sogar - anstelle von 5 % gibt es zukünftig sogar 20 % von der KfW dazu. Allerdings sind hier Heizungsanlagen ausgeschlossen - dafür an das BAFA-Programm denken, die Details dazu finden Sie hier ...

Was sollten Sie beachten?

Mit der kräftigen Erhöhung der Kreditbeträge und Tilgungszuschüsse wird es umso wichtiger, Ihr Gebäude ganzheitlich zu betrachten, bevor eine Einzelmaßnahme durchgeführt wird. Und das unbedingt vor Beginn des Vorhabens, das heißt vor der Beauftragung einer Fachfirma. Andernfalls gefährden Sie möglicherweise Zuschüsse und gehen am Ende leer aus.

Unsere klare Empfehlung: Holen Sie einen unabhängigen Energieexperten an Bord. Dieser wird Ihr Gebäude komplett analysieren und Ihnen aufzeigen, wie eine schrittweise Sanierung bis hin zu einer Komplettsanierung aussehen kann, welche Kosten auf Sie zukommen und mit welchen Förderprogrammen und Zuschüssen Sie rechnen können.

Und auch im Neubau lohnt es sich verschiedene Varianten durchrechnen zu lassen. Durch die hohen Zuschüsse und den zukünftig geringeren Energieverbrauch kann eine Effizienzhausklasse besser wirtschaftlicher sein. Ohne weitere Vorteile eines besseren Baustandards außen vor zu lassen, wie zum Beispiel einen besseren Schallschutz und sommerlichen Wärmeschutz, eine höhere Behaglichkeit durch eine kontrollierte Wohnraumbelüftung oder die Erzeugung eines Großteils des eigenen Stroms durch eine PV-Anlage. Ebenso erfährt Ihre Immobilie dadurch natürlich auch eine Wertsteigerung.

Ein Gebäude wird über viele Jahrzehnte genutzt, hier sollte am Anfang nicht nur nach der "günstigsten" Ausführung geschaut werden. Die schrittweise Einführung der CO2-Steuer ist ein gutes Beispiel, Öl- und Gasheizungen werden über die nächsten Jahre deutlich teurer.

Je weniger Energie Sie verbrauchen und umso mehr davon Sie sogar selbst erzeugen, desto unabhängiger sind Sie von äußeren Einflüssen und Preissteigerungen. Es lohnt sich hier genauer ran zu gehen.

Unser Experten-Team hat in den letzten Jahren viele Sanierungs- und Neubauvorhaben erfolgreich begleitet. Und dabei immer eine individuelle gute Lösung gefunden.

Sprechen Sie uns an.

 

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